Ein 10 MHz Rubidium-Frequenznormal

 

Interessant wurden die Rubidium-Frequenznormale als sie für eine kurze Zeit, recht erschwinglich, auf dem chinesischen Markt erhältlich waren. 
In vielen Fällen wird ein Frequnznormal, als ein sehr genauer Zeitbasisersatz, für Messgeräte eingesetzt.
 
Ein ständiges Ein- und Ausschalten sollte vermieden werden, da es die Lebensdauer veringert.
Man rechnet mit einer sicheren Einsatzbereitschaft von etwa 7 Jahren. Daher wurden sie bisher turnusmäßig ausgewechselt.
Für den Amateur sind sie dennoch allemal brauchbar und daher sehr begehrt.
Der Stromverbrauch ist für einen Dauerbetrieb verhältnismäßig hoch und man wird sich, für die doch relativ seltenen hochgenauen Messungen, auf kurzweilige Anwendungszeiträume beschränken.

Hier wird nun kurz berichtet, welche Probleme beim Betrieb eines 10 MHz Rubidium-Frequenznormals auftreten können.

Der Abgleich eines Rubidium-Normals geschieht, Aufbau bedingt, recht unterschiedlich.
Das hängt also vom Typ des Frequenznormals ab.
 
Wer hier nicht genau weiß was er tut, nehme hier von einem Abgleich, lieber Abstand.
I.d.R. wird es schon ziemlich genau stimmen, wenn nicht bereits an der Abstimmung gedreht wurde.
 
Demnach steht das Vergleichen der Ausgangsfrequenz mit einer zweiten, noch genaueren Frequenz, an erster Stelle.
Hierbei wird es dann schon etwas eng.
 
Der Abgleichvorgang
i.d.R. wird der Abbgleich über einen von aussen zugänglichen Wendeltrimmer vorgenommen.
Wenige Grade der Drehung bewirken hier, über eine längere Zeit gemessen, eine Tendenz der Richtungsänderung in der Phasenverschiebung.
Noch genauer geht es mit drei 10 MHz Signalen, dann ist das Ergebnis schon relativ genau - Hi -
 
Abgeglichen wird zwischen den Phasenwinkelverschiebungen zweier 10 MHz Signale mittels einer Langzeitmessung.
 
Wenn ein Nachjustieren dennoch erforderlich sein sollte, so gibt es zwei Möglichkeiten:
 
        man hat noch mindestens zwei weitere Normale zum Vergleich und bildet aus ihnen das Mittel
        oder man hat Zugriff auf einen GPS-Signal (1pps) synchronisierten TCXO mit 10 MHz Ausgang.
 
Am problemlosesten funktioniert der Abgleich beim EFRATOM LPRO-101.
Andere Normale lassen sich, per SW mittels Rechner, hexadezimal justieren.
Beschreibungen hierzu findet man im Netz.
Es gibt auch einige Frequenznormale deren Frequenz sich, per Rechner, über einen weiten Bereich varieren läßt.
 
In dem hier angegebenen Link wird das Prinzip eines Rubidium Frequenz-Normals erläutert.
 
 
 
 

Rubidium Starthilfe

Drei der häufigsten Fehlerquellen sind:

1. Ausfall nach einer Woche Betrieb

2. keine interne Synchronisation (Synchron LED blinkt ständig)

3. Rubidium Lampe zündet nicht
 
    Hier sollte man die Brennspannung kontrollieren (Pin: Lamp Volt (Lifetime der Lampe))
    Das Rubidium in dem Lampenkolben ist vom Plateau, im Mittelpunkt der Lampe, zum Glas gewandert und      zündet nicht mehr.
 
 

Netzgerät und Anzeige

Mit den nachfolgenden Schaltungen RB 1.1-1.3 lässt sich das Rubidium Frequenz-Normal EFRATOM LPRO-101 betreiben.
Während der Aufheizzeit werden für ca. 5 min etwa 1,5 A benötigt. Danach pendelt sich der Strom auf etwa 700mA ein.
Die Speisung aus einem 24V Akku ist ebenfalls möglich.
 
Alternativ für ein Rb FE-5680A die Schaltungen RB 2.1-2.4