Die Magnetantenne

Es folgen einige Experimente mit einer Magnetantenne, die mit zwei Windungen aufgebaut wurde und einen Durchmesser von 80 cm ( 70cm passt für das 10m Band besser) aufweist. Belasten kann man sie bis zu 200 W, was überwiegend von der Spannungsfestigkeit der Kondensatoren abhängig ist. Ihr Frequenzbereich reicht von 10m bis 80m Band und sie ist extrem schmalbandig. Daher muss sie mittels eines Schmetterlings- oder Splittdrehko’s bei jeder Frequenzänderung nachgestimmt werden. Dieses geschieht in der Regel mittels Servomotor aus der Ferne. An Hand des Rauschanstieges im RX, kann man das Empfangsmaximum sehr gut feststellen. Gedreht wird die Antenne, z.Zt. mit der Hand, um max. 90°. Der zweite Ring kann in Reihe zum ersten geschaltet werden und gestattet dann den Empfang des 40 und 80m Bandes. Der Splittdrehko hat eine integrierte Feinverstimmung in Form zweier Einzelplatten. Zwei weitere Plattenpakete werden als Schlepplatten mitgenommen. Die Kapazität reicht von 5,5 - 50 pF und die Spannungsfestigkeit beträgt mehrere Kilovolt (KV). Der Antrieb besteht aus einem 125 V phasengeschobenen Wechselstrommotor. Hochspannungsfeste Kondensatoren wurden zum Teil aus Koaxialkabel Resten hergestellt. Die Bilder sprechen für sich. Die hier dargestellte Polarisationsebene der Antenne ist, bis auf im letzten Bild, vertikal. Legt man sie auf die Seite, so erhält man eine horizontale Polarisationsebene. Die Empfangsfeldstärke dieser Antenne ist gegenüber dem einfachen horizontalen Dipol ca. 1-2 S-Stufen geringer, während man das abendliche QRM, bedingt durch ihre Schmalbandigkeit, als nicht mehr so störend empfindet. Der Wirkungsgrad beim Senden wirkt da schon eher ernüchternd, je tiefer die Frequenz, bei gleichem Ringdurchmesser, gewählt wird. Hier könnte man dann allerdings auf eine andere Antenne umschalten. Es hat eben alles seine Vor- und Nachteile. Eine Wunderantenne, die auch noch sehr klein ist, gibt es leider nicht. Hier lässt sich die Physik leider nicht überlisten.
Bei weiteren Versuchen wurden beide Ringe, an Stelle zweier Windungen hintereinander, zu einer stehenden Acht übereinander zusammengeschaltet und der Drehko in die Mitte verlegt, was aber zu keiner spürbaren Verbesserung der Antenne betrug. Außer das sie mit 2 x 80cm fur die oberen Bänder zu groß geworden war. Außerdem wurde das Gebilde dadurch sehr unhandlich. Sie ist ein schmalbandiger Preselector, die bei einem hohen Störlevel ihre Trümpfe ausspielt.
 
Fazit:
Für 10m-20m ist sie eine brauchbar Antenne, während sie für 40m-80m, überwiegend wegen ihrer hohen Verluste im Sendebetrieb, eher weniger brauchbar ist. Und wenn doch, dann nimmt ihre Größe schon gewaltige Dimmensionen an.
Das bedeutet, wenn man alle Bänder abdecken möchte, dass mindestens zwei Magnetantennen um 90° ineinander verdreht aufgebaut werden müssen. Solche Antennenanlagen bekommt man daher des Öfteren zu sehen.
 
Weitere Infos über Magnetantennen gibt es unter:
 
 
 
 
 
 
 

Die Duo Mag 1

 
Hier wird eine, dem Dachboden angepasste, Duo Magnetantenne vorgestellt.
Sie besteht aus zwei dreieckige, vertikal und um 90° ineinander versetzte Magnetantennen,
die in ihrer Konstruktion der Dachneigung ( hier 42°) angepasst sind.

Ein zwischen den Sparren befestigter Rotor, mit 90° (max. sind 360° möglich) Drehwinkel, erlaubt ein ferngesteuertes Drehen der Duo Antenne.

Ein Drehlager (Sektkorken), am unteren Ende der Antenne, entlastet den Rotor auf Zug. Dieses Lager sollte unbedingt, gegen ein aus der Mitte wandern, gesichert werden.
 
Es werden die Bänder 10 - 40 m abgedeckt.
 
Daten
große Loop (2,10m x 1,30m) 6,70 - 16,21 MHz
kleine Loop (1,00m x 0,70m) 15,02 - 33,08 MHz um 90° gedreht eingebaut
Die gesamte Antenne ist um 90° drehbar aufgebaut 
Gewicht ohne Rotor ca. 15Kg
Das Antennenmateria besteht aus 25x4mm Alu-Rohren, sowie den dazu passenden Verbindungsklemmen.
Konstruiert wurde sie für den Indoor-Betrieb und passt zerlegt auch durch sehr kleine Decken-Luken.
Zwei ferngesteuerte Splitt-Kondensatoren mit einer Kapazität von etwa 5-55pF kommen hier zum Einsatz.
Für das 40m Band wird nach 50% des Dreh-Weges eine Fest-Kapazität mit 100pF 6KV, von einem der beiden Plattensätze, mechanisch zugeschaltet.
 
Die HF-Einspeisung geschieht mittels Gamma-Match Anpassung, mittig im unteren Bereich jeder Antenne.
Eine runde PL Buchse kann direkt in einem kurzen Rohrstück, mittels drei um 120° versetzten M3 Schrauben, fixiert werden.
 
Eine, in der Nähe der Antenne aufgebaute Schaltbox, schaltet die Koax-Kabel der beiden Antennen, sowie deren Drehko-Antriebe, um.
Man spart hierdurch drei Steuer-Adern und ein weiteres Koax-Kabel.
Die jeweils offene Antennenleitung wird gegen Masse kurzgeschlossen.
 
Ein abgesetztes Bedienteil, wird zusätzlich zum Rotor-Steuergerät, für die Umschaltung der Antennen und der Drehko-Antriebe, benötigt.
Mittels 9 poliger SUB-D Steckverbindungen lassen sich die einzelnen Komponenten problemlos voneinander trennen.
 
Das Abstimmen der Antennen geschieht auf ein maximales Rauschen des Empfängers, bzw. einer maximalen S-Meter Anzeige.